. Christian Baron

 

Christian Baron

wurde 1985 in Kaiserslautern geboren und lebt heute als freier Autor und Journalist in Berlin. Autorenfoto: Andreas Schmidt

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Willy sehnt sich nach nichts so sehr wie nach einem normalen Leben. Er will seine Arbeit als Zimmerer gut machen, er will für seine Familie sorgen, er träumt vom eigenen Häuschen. Mit seiner ehrlichen Art stößt er immer wieder an Grenzen, was nichts an seinem Entschluss ändert, anständig zu bleiben.
Horst, ein ungelernter Hilfsarbeiter, glaubt schon lange nicht mehr daran, auf ehrliche Weise nach oben zu kommen. Er greift zu halbseidenen Mitteln, und seine Existenz entgleitet ihm in dem Maße, in dem er seine Aggressionen nicht im Griff hat. In die Spirale des Abstiegs zieht er seinen Freund Willy hinein – mit katastrophalen Folgen für beide.
Schön ist die Nacht ist ein Roman der westdeutschen Siebzigerjahre, der Roman einer ganzen sozialen Klasse. Zwischen ihren nach Emanzipation strebenden Frauen und streikwilligen „Gastarbeitern“, zwischen ihnen entgleitenden Kindern und sie unter Druck setzenden Chefs, zwischen Spekulantenträumen und Baustellenwirklichkeit führen Willy und Horst aussichtslose Kämpfe um ihren Teil vom Wohlstand. Müssen wir sie uns als glückliche Menschen vorstellen?



Pressestimmen

"Ein fulminanter Roman. Baron lässt uns emotional nie kalt, weil er nicht distanziert von fern erzählt, wie etwa Didier Eribon oder Annie Ernaux. Er steckt voller Schmerz und Zorn, Angst und Hoffnung, Liebe und Hass, das macht das Buch kraftvoll und vor allem sprachlich authentisch. Dieser Roman mutet Wechselbäder der Gefühle zu, und genau das macht ihn lesenswert."
Elke Heidenreich, Süddeutsche Zeitung


"Die Literatur, die Christian Baron schreibt, ist eine Klasse für sich."

Gerrit Bartels, RBB Kultur


"Christian Baron ist der Schriftsteller, der die nicht vom Wohlstand verwöhnten Deutschen im Blick hat wie kein Zweiter."

Frank Jöricke, Die Welt


"Ein vielschichtiger Roman, in dem man immer wieder neue Facetten entdeckt. Als Meister des Dialogs zeigt sich hier der Autor. Die Zeit vor seiner Geburt führt Baron uns so plastisch vor Augen, als hätte er sie selbst erlebt."

Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland


"Mit einem ungemeinen Sensorium für das Detail beschreibt er die Gefühle, Sehnsüchte und Aporien der Unterschicht und gibt ihr zugleich eine sprachliche Repräsentanz."

Björn Hayer, der Freitag


"Das erinnert in seiner stellenweise wuchtigen, unverstellten Direktheit an Döblins "Berlin Alexanderplatz". Denn Baron besitzt ein ähnlich feines Gespür für die Reden derer, die lieber allabendlich in ihrer Stammkneipe volltanken und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen, statt nach der Arbeit heimzugehen, wo sie bloß die Trümmer dessen erwartet, was einmal als das "Projekt Familie" hätte gedeihen sollen."

Peter Henning, Saarländischer Rundfunk


"Wenn man sich daran zu gewöhnen scheint, dass es keine echte Entwicklung geben will, baut Baron Cliffhanger an die Enden der kurzen Kapitel, und das Buch gewinnt enorm an Fahrt - denn schlimmer geht es immer."

René Zipperlen, Badische Zeitung


"Christian Baron schildert mit Blick für Details das naturgetreue Milieu, gibt zeitgeistgetreu die Dialoge wieder, teilweise im Dialekt. Er zieht ein realistisches Abbild, das in Ton und Erzählerposition an Hans Fallada und die 30er-Jahre erinnert."

Ulrich Seidler, Berliner Zeitung


"Im neuen Roman gibt es kein Ich. Vielleicht macht ihn das sogar stärker, literarischer. Weil Baron nah am Milieu schreibt, mit dem direkten wie derben Vokabular der "einfachen Leute", ohne in den Sozialkitsch hineinzuwaten."

Erik Heier, Tip Berlin


"Solche Bücher braucht das Land, sie sind authentisch und öffnen unbekannte Welten."

Roland Mischke, Aachener Zeitung


"Der Roman will die Arbeiterklasse nicht erklären, sondern zeigen. Genau darin liegt seine Stärke (...). Der Roman unterläuft die Mythen, die sich bis heute tief in unser kollektives Gedächtnis eingegraben haben. Er erzählt von Lebensrealitäten, die keinen Platz in der Erfolgsgeschichte der BRD als Aufstiegsgesellschaft fanden."

Louisa Meier, Jacobin


"Mit "Schön ist die Nacht" liefert Christian Baron die Vorgeschichte zu seinem autofiktionalen Roman "Ein Mann seiner Klasse", in dem er vom Leben seines Vaters erzählte. Er ist im Begriff, angelehnt an die eigene Familiengeschichte, ein kleines fiktionales Universum des Kaiserslauterer Arbeitermilieus zu schaffen. Und das ist - nicht nur für eingefleischte Lautrer - unbedingt lesenswert."

Max Knieriemen, SWR2 Lesenswert


"Baron erzählt atmosphärisch dicht aus einer untergehenden Schicht. Bei aller gefühlsmäßigen Aufladung wird die Arbeiterklasse nicht sentimental verkitscht. Es gibt eine tragische Pointe in diesem melancholischen Roman: Dass nämlich das, was im Roman Empathie mit den beiden Männern verhindert, auch in der Realität, in der gelebten Arbeiterwirklichkeit, gesellschaftliches Mitfühlen jäh unterbindet."

Marlen Hobrack, Taz


"Nie ist ein moralisierender Unterton in Barons Prosa zu verspüren, trotz all der frauenfeindlichen, rassistischen und homophoben Äußerungen der Antihelden in dickstem Pfälzisch, denen nicht selten auch Taten folgen - ein weiteres Indiz, dass Baron mit diesem Buch Literatur im engeren Sinne geschaffen hat und nicht bloß einen Leitartikel in erzählerischem Gewand."

Philipp Haibach, Rolling Stone


"Für uns wohlstandsgesättigte Leserinnen und Leser ist das Buch notwendig und erkenntnisreich. Notwendig, weil wir bei sozialen Fragen mitreden können, und erkenntnisreich, weil es nie voyeuristisch wird."

Harald Asel, RBB Inforadio


"Das Buch stellt die wichtigen gesellschaftlichen Fragen: Welche Rolle spielt Klasse, welche Bedeutung hat die soziale Herkunft für unseren Lebensweg?"

Stern


"Meilenweit entfernt von Betroffenheits-Exhibitionismus oder gar denunziatorischem Sozial-Porno, zeigt sich hier ein bedingungslos engagierter Gesellschaftskritiker als brillant formulierender, einfühlsamer Erzähler."

Rainer Dick, Die Rheinpfalz





Auszeichnungen


Klaus-Michael-Kühne-Preis 2020

Arbeitsstipendium Literatur, Rheinland-Pfalz 2020

Arbeitsstipendium Literatur, Berlin 2021

Literaturpreis "Aufstieg durch Bildung" 2021



"Ein Mann seiner Klasse" in der Inszenierung des Schauspiels Hannover
in voller Länge in der 3sat-Mediathek


Hier ansehen


"Ein Mann seiner Klasse": "Starke Stücke"
vom 59. Berliner Theatertreffen

3sat zeigt die Inszenierung
vom Staatstheater Hannover

Ein erschütterndes Abbild eines prekären Herkunftsmilieus: "Ein Mann seiner Klasse" ist die Geschichte eines Kindes, das es allen Widrigkeiten zum Trotz geschafft hat, heraus aus einer Armut, die es in Deutschland nicht geben sollte. Eine der seltenen Aufstiegsgeschichten, die somit nur ein bitteres Happy End kennt. Das Stück beruht auf dem autobiografischen Debütroman von Christian Baron, der 2020 erschien. Armut in einem der reichsten Länder der Welt, wie sieht sie wirklich aus? Wie bitter und unbarmherzig sie ist, können sich die wenigsten vorstellen.

Christian Barons Geschichte spielt in Kaiserslautern, wo er mit seiner Familie in ärmlichsten Verhältnissen, belächelt und verspottet, am Rande der Gesellschaft lebt. Mit seinem Bruder Benny, der Mutter und dem gewalttätigen Vater teilt er sich eine schimmlige Wohnung. Selbst im völligen Elend blickt man noch auf diejenigen herab, die in Kalkofen leben, einem Viertel, wo es den Menschen noch schlechter geht. Der Vater ist omnipräsent, dominant, meist betrunken und wenn die Kinder schlaflos, oft hungrig nachts im Bett liegen, schlägt er die Mutter. Er ist Möbelpacker, wie auch schon sein Vater vor ihm. Kränkung und Armut sind vererbt. Doch stolz und unbeugsam hält man an dem Wenigen fest, was man hat. Als aber die Mutter schwer erkrankt, scheint die Situation vor allem für die Kinder immer auswegloser zu werden. Durch das beherzte Eingreifen der Tante wird Hoffnung wieder möglich und zumindest für Christian zeichnet sich eine bessere Zukunft ab.

Schauspieler und Regisseur Lukas Holzhausen macht aus dem Roman einen intimen Theaterabend, der durch das ruhige Nacherzählen der Handlung besonders erschüttert. Die Figur das Vaters bleibt stumm, nur manchmal ist sie über Toneinspielungen zu hören. Er ist fürs Grobe da und errichtet im Laufe der Inszenierung aus Holzplanken die enge Wohnung der Familie, aus der am Ende nur einer entkommen kann. Fernsehregie: Catharina Kleber


"Ein Mann seiner Klasse" fährt zum
Berliner Theatertreffen 2022!


Die 10er-Auswahl


Zehn bemerkenswerte Inszenierungen der Saison, ausgewählt von einer unabhängigen Jury, geben einen komprimierten Einblick in die deutschsprachige Theaterszene. Und "Ein Mann seiner Klasse", uraufgeführt am Schauspiel Hannover im Oktober 2021, ist dabei!

Statement der Jury:

"Im Kaiserslautern der 1990er-Jahre ist Christian Baron groß geworden, am bröckelnden Bordstein zum Prekariat. Sein Vater war Alkoholiker. Regelmäßig schlug er Barons Mutter. Und doch: „Ich wollte immer, dass er bleibt“, sagt Christian Baron einmal. Dieser jähzornige, starke Mann war auch der Held seiner Kindheit. Von Gewalt und Liebe erzählt Baron, der heute als Redakteur und Autor arbeitet, in seinen 2020 erschienenen Erinnerungen „Ein Mann seiner Klasse“, und von der Abschottung der Familie, damit keiner was merkt. In Lukas Holzhausens Inszenierung gibt ein wortloser Laiendarsteller diesen Vater. Unbeirrt vom Geschehen um ihn herum zimmert er die schlecht isolierte Ein-Raum-Wohnung, die Katja Haß entworfen hat, zusammen. Aus dem Off und in derbstem Pfälzisch brüllt eine laute Vaterstimme immer wieder mitten hinein in die Dialoge der Figuren und wird – gemeinsam mit dem Sirren des Akkuschraubers – zum unberechenbaren Soundtrack des Abends. Eines Abends, der klug und unaufgeregt von Klassismus erzählt, von Zusammenhalt und Familie und davon, wie es ist, in diesem reichen Land in Armut aufzuwachsen."


Seit Oktober 2021:
"Ein Mann seiner Klasse" auf der
Bühne des Schauspiels Hannover


Termine und Tickets


Christian und sein Bruder Benny ziehen die Bettdecken über die Köpfe und halten die Luft an, wenn drüben der Vater die Mutter gegen die Wand schleudert. Die Gewalt ist zur Normalität geworden, genauso wie die Armut, in der sie leben, und der Reflex, nichts nach außen dringen zu lassen, bloß nicht aufzufallen. Die Wutausbrüche des trinkenden Vaters sind unberechenbar und exzessiv, und doch hofft Christian immer, dass er bleibt. Er schaut auf zu dem Mann, der eine Waschmaschine alleine in den vierten Stock tragen kann und die Familie davor beschützt, im Kalkofen zu landen, dem Viertel, in dem die wohnen, denen es noch schlechter geht. Unter den abfälligen Blicken der Nachbarn scheint die Zukunft der Kinder bereits vorgezeichnet. Als die Mutter ernsthaft erkrankt, schreitet eine couragierte Tante ein und die Dinge beginnen sich zu verändern. Als einer, der davonkam, blickt Autor Christian Baron in seinem 2020 erschienenen Debütroman zurück auf eine Arbeiterkindheit in Kaiserslautern und stellt die Frage, wer oder was seinen Vater zu dem machte, der er war. Baron erzählt von skandalöser Armut in einem reichen Land, von den wirkungsvollen Mechanismen der Ausgrenzung, vom Ringen um Stolz und Würde und hält dem Hohn der Gesellschaft eine berührende Familienbiografie entgegen. Lukas Holzhausen ist Schauspieler und Regisseur. Seit der Spielzeit 2019/20 ist er fest im Ensemble des Schauspiel Hannover, hier inszeniert er in dieser Spielzeit außerdem Dostojewskis Aufzeichnungen aus dem Kellerloch. Bei nassem Schnee. Foto: Katrin Ribbe



Erschienen im Frühjahr 2021



Weitere Infos

Was bedeutet es, in einem reichen Land in Armut aufzuwachsen? Zur „Unterschicht“ zu gehören und dafür ausgelacht und ausgegrenzt zu werden? Sich von seinem Herkunftsmilieu zu entfernen, aber die eigenen Wurzeln nicht verraten zu wollen? Und dennoch im neuen Milieu nie wirklich anzukommen? Deutschland gibt sich gerne als ein Land, in dem Klasse unsichtbar ist. In dem die Chancen auf Bildung und Wohlstand für alle gleich sind. "Klasse und Kampf" räumt mit diesem Mythos auf. 14 Autorinnen und Autoren schreiben in persönlichen Essays über Herkunft und Scham, über Privilegien und strukturelle Diskriminierung, über den Aufstieg und das Unwohlsein im neuen Milieu. Zusammen ergeben ihre Stimmen ein vielschichtiges Manifest von großer politischer Kraft. Mit Beiträgen von Christian Baron, Martin Becker, Bov Bjerg, Arno Frank, Lucy Fricke, Kübra Gümüsay, Schorsch Kamerun, Pinar Karabulut, Clemens Meyer, Katja Oskamp, Sharon Dodua Otoo, Francis Seeck, Anke Stelling, Olivia Wenzel.




Pressestimmen

"Wie stark ist in Deutschland die Klassengesellschaft ausgeprägt? Mit literarischen Mitteln geben darauf 14 Autorinnen und Autoren sehr persönliche Antworten. Ihre auf eigenen Erfahrungen basierenden Erzählungen zeichnen eine Realität, die es nach allgemeiner Auffassung so eigentlich gar nicht geben dürfte und die viele nicht wahrhaben wollen."
F.A.Z. Quarterly


"Ein wahrer Glücksfall."

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung


"Da sind geniale, gut geschriebene, verzweifelte, empörte, aufwiegelnde Texte drin."

Der Spiegel


"216 Seiten, die so dicht sind, dass dieses Buch beim Lesen zu vibrieren scheint, weil immer wieder jähe Kurzschlüsse zwischen den Texten entstehen (...) Kernbegriffe der linken Theorie kommen in diesen Texten vor, ohne dass es jemals hölzern würde, stattdessen kondensiertes Leben."

Süddeutsche Zeitung


"Beim Lesen hat man das Gefühl, den Autorinnen und Autoren dabei zusehen zu können, wie sie für die Beschreibung ihrer Klassenherkunft und -zugehörigkeit in teils schmerzhafter Selbstbefragung eine Sprache finden. Es ist das Verdienst dieses Buches, dass sie dazu nicht "Das Kapital" von Marx heranziehen, sondern ihre eigenen Lebensgeschichten."

Deutschlandfunk (Andruck)


"Deshalb ist der nun von Christian Baron und der Ullstein-Lektorin Maria Barankow herausgegebene Sammelband "Klasse und Kampf" so unbedingt empfehlenswert: Indem er 14 erzählende Texte nebeneinanderstellt, die auf ganz unterschiedliche Art, jedoch jeweils mit einem erkennbaren autobiografischen Kern, Armut und Außenvorsein zum Thema haben, macht er die Probleme struktureller Diskriminierung unabweisbar, ohne sich in derartiger Terminologie zu verheddern."

Zeit Online


"Wie vielfältig die Zugänge zum Thema Klassismus und Rassismus sind, zeigen diese erzählenden, teils manifesthaften, immer politischen Texte (...). Die Anthologie unternimmt den Versuch, Bewusstsein für andere Töne und vor allem Themen zu wecken und zu zeigen: Es gibt auch jene, die nicht auf der sunny side of life aufgewachsen sind und gerade deshalb etwas zu sagen haben."

SWR 2 (Lesenswert)


"14 sprachkräftige, packende Geschichten, in denen eigenes Erleben der Autorinnen und Autoren künstlerisch verdichtet ist."

Neues Deutschland


"Maria Barankow und Christian Baron haben Geschichten gesammelt, die eindrucksvoll zeigen, wie sehr der Unterschied zwischen Arm und Reich das Leben in Deutschland prägt (...). Durch seine klaren Berichte ist das Buch geeignet als Geburtstagsgeschenk für Leute, die gegen alle Fakten etwas von Chancengleichheit erzählen."

Junge Welt


"Die Beiträge enthalten sich großspuriger Behauptungen, konzentrieren sich stattdessen auf die feinen und die nicht ganz so feinen Unterschiede, wie etwa den Umstand, dass viele Menschen schlicht nicht über die berufliche Sicherheit oder die finanziellen Reserven verfügen, die sie von Existenzängsten entbinden würden."

Falter


"Das Buch schafft vor allem Bewusstsein für die Existenz der Menschen, die im toten Winkel der Gesellschaft aufwachsen und verdeutlicht die Konsequenz dieser Lebensrealitäten, ohne dabei auf komplexe Begrifflichkeiten zurückgreifen zu müssen. “Klasse und Kampf“ ist ein modernes Manifest, das die unsichtbaren Klassenunterschiede im Kapitalismus sichtbar macht."

ORF (FM4)


"Ein aufwühlendes literarisches Manifest. Es zeigt, wie sehr an einem haftet, woher man kommt."

Die Rheinpfalz





Erschienen im Frühjahr 2020



Weitere Infos

Christian Baron erzählt die Geschichte seiner Kindheit, seines prügelnden Vaters und seiner depressiven Mutter. Er beschreibt, was es bedeutet, in diesem reichen Land in Armut aufzuwachsen. Wie es sich anfühlt, als kleiner Junge männliche Gewalt zu erfahren. Was es heißt, als Jugendlicher zum Klassenflüchtling zu werden. Was von all den Erinnerungen bleibt. Und wie es ihm gelang, seinen eigenen Weg zu finden.




Pressestimmen

"Eines der besten literarischen Debüts dieser Saison. Überraschend, überzeugend, überwältigend."

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung


"Unsentimental und ohne zu moralisieren zeigt Christian Baron in seinem gut geschriebenen, oft auch amüsanten Buch, dass die sogenannten Abgehängten keine naturgegebene Kaste bilden, sondern Menschen sind wie du und ich, voller Sehnsucht und Ehrgeiz nach einem gelingenden Leben."
Deutschlandfunk Kultur


"Es ist in mehrerer Hinsicht ein ganz erstaunliches, großartiges Buch (...), das mit Wucht daherkommt."
Hessischer Rundfunk


"Schlicht beschreibend, ohne Zeigefinger und oft befreiend witzig."
Stern


"Das Buch ist eine doppelte Fluchtgeschichte, aus der Unterschicht und aus der Mittelstadt. Aber auch die Geschichte einer erzählenden Rückkehr."
Der Spiegel


"Ein ergreifend ehrliches und schmerzliches Buch."
Brigitte


"Es ist die große Kunst von "Ein Mann seiner Klasse", den darin geschilderten Menschen literarisch eine Würde zurückzugeben, die ihnen im Leben verwehrt war."
Neue Zürcher Zeitung am Sonntag


"Man möchte sich wünschen, dass das alles nur ein böser, finsterer Roman wäre. Dem Autor würde man das wünschen und unserer Gesellschaft auch."
Neue Zürcher Zeitung


"Tief ergreifend, zu Tränen rührend, zeitweise bis ins Mark erschütternd und ohne den Hauch von erzählerischer Distanz so nah und greifbar, dass man die tragischen Schicksalsschläge des Autors noch Tage, Wochen, vielleicht sogar Monate mit sich trägt."
Die Rheinpfalz


"Kein Westbuch. Kein Ostbuch. Sondern ein Buch, das hinter der parteipolitischen Realität Deutschlands dessen soziale Wirklichkeit zeigt. Ein Bericht über die Ausübung von gesellschaftlicher Gewalt, die von unten nach oben nicht aufhört, sondern die Formen wechselt. Schon jetzt eines der interessantesten Bücher mindestens dieses Frühjahrs."

Mitteldeutsche Zeitung


"Christian Baron erzählt einfühlsam von Menschen, die nie eine Chance hatten, deren Leben in Politik, Literatur oder Medien kaum vorkommt."
Westdeutscher Rundfunk


"Armut gibt es auch im reichen Deutschland. Aber kaum Schriftsteller, die so eindrücklich darüber schreiben wie Christian Baron."
Donna


"Die Prosa liest sich über weite Strecken wie die Zeugenaussage eines traumatisierten Kindes, das sich alle Mühe gibt, einer imaginären Jury gegenüber die Vorkommnisse aus Kaiserslautern wiederzugeben, dabei aber gleichzeitig allen Beteiligten gerecht zu werden und niemanden zu denunzieren."
Süddeutsche Zeitung


"Das Buch leistet etwas Wichtiges: Es macht mit literarischen Mitteln die Lebenserfahrungen und das Selbstverständnis von Menschen überhaupt erst sichtbar, die in den Medien allenfalls als Material in Reality-Shows verheizt werden."
Junge Welt


"Sprachlich genau und kraftvoll wird Erinnertes vor Augen geführt. Wie es wirklich war, es ist Christian Barons Seelenarbeit gewesen, sich das immer wieder zu vergegenwärtigen. Ohne Maske tritt er uns gegenüber und fordert solche Offenheit auch beim Lesen heraus."

Neues Deutschland


"Ein Mann seiner Klasse" kann so viel mehr als nur lauwarmes literarisches Milieu: Es geht um den kalten Hass auf die Väter, der keiner sein soll, es geht um die innige Liebe zu den Müttern, die nie ewig ist, es geht um Ohnmacht und Scham und Hoffnung und ums blanke Überleben (...). "Ein Mann seiner Klasse" ist einfach eine Klasse für sich."
WDR 3


"Nichts weniger als das Buch der Stunde: Dieses Buch ist kein Roman und keine Autobiografie, keine Reportage und kein Sachbuch. Nein, es enthält nichts weniger als das pralle, hässliche, unsagbar bittere und, ach, auch schrecklich schöne Leben. Es ist das wahre Leben, das Christian Baron in wahrhaftige Literatur verwandelt hat."
Rhein-Zeitung


"Ein fulminantes Debüt. Mit schonungslos ehrlichem und dennoch bedingungslos liebevollem Blick erzählt Christian Baron von seiner Arbeiterklassenkindheit."
SWR 2 ("Am Samstagnachmittag")


"Christian Baron hat es geschafft - und ein lesenswertes Buch über seine Herkunft geschrieben."
SWR 2 ("Lesenswert")


"Christian Baron setzt auf die Kraft der schonungslosen Offenheit. Die Wucht seiner Erzählung gibt ihm darin mit jeder Zeile recht."
Saarländischer Rundfunk


"Was Baron tut, auch für uns, den Leser und die Gesellschaft, ist, gedanklich zurückzukehren, alles nochmal zu durchleben, sich alles nochmal anzutun, um in uns die Empathie zu wecken: So etwas darf in einem reichen Land nicht sein."
Cicero


"Ein wichtiges Buch. Es zeigt eine Welt, die in der deutschen Literatur der letzten Jahrzehnte praktisch nicht mehr vorkam. Einen Mikrokosmos, in dem der Existenzkampf den Alltag bestimmt. Für Selbstbespiegelung bleibt da keine Zeit. Einem Menschen, dem vor Hunger der Magen knurrt, steht nicht der Sinn nach Psychoanalyse, sondern nach Fritten und Fleisch."
Trierischer Volksfreund


"Das Buch ist schön, traurig und zornig, und es zeigt, was an unserem Blick auf arme Menschen alles nicht stimmt."
Freie Presse


"Genau das, was Kunst sein sollte: wahr und wahrhaftig."
Radio Eins ("Die Literaturagenten")


"Die Literatur ist das richtige Mittel der Wahl, um Zwischentöne, Widersprüche und Ambivalenzen deutlich zu machen. Die muss man aushalten können, wenn man sich auf Barons Lebensspuren begibt."
Der Standard


"Baron ist eine grandiose Mischung aus literarischer Schönheit und politischer Analyse gelungen."
Szene Hamburg


"Was Autor*innen wie Annie Ernaux, Didier Eribon oder Edouard Louis in den vergangen Jahren und Jahrzehnten für Frankreich geschafft haben - einen literarischen Zugang zum Verständnis der Klassenfrage - gelingt Christian Baron nun für deutsche Verhältnisse. Lest dieses wichtige Buch!"
Kritisch Lesen


"Es ist kein Heldenepos geworden. Wohl aber ein Bericht aus einem Segment der Wirklichkeit, die die Literatur der Bestenlisten ausspart. Und sage da keiner, dieses Segment könne bedenkenlos vernachlässigt werden."
Kultur Extra


"In seinen stärksten Momenten vermittelt Barons Bericht, unter welchem Druck Arbeiter/innen stehen. Zum Beispiel unter dem Druck, nicht abzusteigen."
Konkret


"Genau das ist das Verdienst: dass Baron die lange vergessene Klassenfrage wieder zurück in das öffentliche Bewusstsein rückt und dabei ganz ohne Resignation oder Hass auskommt."
Postmondaen.net


"Baron beschreibt seine Kindheit in Kaiserslautern, seine Eltern, Geschwister, seine Tanten und Onkel und die Verhältnisse, in denen sie leben, arbeiten, sich streiten. Mit schmerzhaftem Vorschlaghammer erzählt er vom Leben ganz "unten", zugleich sanft in der Sprache und ohne Urteil über die Protagonisten, die seine eigene Familie sind."
Jacobin


"Mit seiner Erzählung gibt er all denen eine Stimme, deren Träume nie verwirklicht werden, für die sich das Aufstiegsversprechen des Kapitalismus nicht erfüllt. Er lässt sie ungeschönt zu Wort kommen, zeigt ihre enttäuschten Hoffnungen, ihre Liebe, ihren Hass, ihre Solidarität und ihren Rassismus, ohne zu verurteilen. So stärkt die berührende Erzählung die Fähigkeit des Lesers, Widersprüche auszuhalten."
Das Argument


"Was man aus diesem Buch erfährt: dass die soziale Herkunft nach wie vor extrem über den weiteren Werdegang eines Kindes bestimmt (...). Ohne es direkt auszusprechen, weist das Buch auf dieses große Missverhältnis in unserer Gesellschaft hin."
Bayern 2 ("Diwan")


"Die Stärke des Romans liegt vor allem darin, dass der Autor nicht lediglich eine individuelle Leidensgeschichte präsentiert, die womöglich voyeuristische Interessen bedient. Vielmehr geht es ihm um die titelgebende Klasse, um gesellschaftliche Verhältnisse und die ihnen inhärente Ungerechtigkeit. Gerade deshalb ist dieses Buch so wichtig."
Goethe-Institut


"Ein aufrüttelndes Buch, das die Bedingungen des Aufwachsens in einfacher, aber prägnanter Weise stellvertretend für Viele erzählt."
Literaturkritik.de


"Im Unterscheid zu anderen Kindheitsrecherchen wie Florian Illies "Generation Golf" oder der literarischen Großuntersuchung von Andreas Maier geht es bei Baron nicht um bürgerliche, sondern um bildungsferne, subproletarische Verhältnisse, wie sie eben auch Teil der bundesdeutschen Wirklichkeit sind."
RBB Kultur ("Lesestoff")


"Ausgesprochen zu haben, woher er kommt und dass er letztendlich dankbar dafür ist, selber überlebt zu haben und jetzt weitgehend hoffnungsvoll lebt, das tat Baron sicher gut. Und dem geneigten Leser, männlichen Geschlechts zumal, der Ähnlichkeiten mit der eigenen Herkunft erkennt, tut dies auch gut. Vor allem deshalb, weil die Welt nicht schwarz oder weiß sein muss, sondern zwischen allen Farben mit Licht und Schatten changieren darf."
Kirchliche Arbeitsstelle für Männerseelsorge


"Wie man es auch hält, es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass dieser Debüt-Roman erleichternd, befreiend, erlösend daherkommt. Er gleicht einem endlich geplatzten Knoten."
Lesering


"Baron beschreibt - einfach und eindrucksvoll. Das macht das Buch so lesenswert."
Vorwärts


"Es ist die Geschichte von einem, der allen Widrigkeiten zum Trotz seinen Weg macht. Unsentimental, erhellend, gut!"
Feiste Bücher


"Stolz ist ein aristokratischer Zug, in unserer Zeit bloß Donquichotterie, aber entbehrt nicht der Größe. Indem Christian Baron seinem Vater gerade diese Tugend attestiert, setzt er die Bürger ins Unrecht, die das Proletariat verachten oder bemitleiden."
Saarbrücker Hefte


"Dieses Buch berührt, ergreift und macht wütend auf eine Welt, deren Reichtum und deren Versprechungen für die Arbeiter*innenklasse nur ein Abbild auf dem Fernsehbildschirm bleibt."
Aurora - Zeitung für revolutionäre Perspektiven


"Die Mutter wäre wohl vom Buch beeindruckt gewesen. Ob der Vater ihn gelobt hätte, bleibt fraglich. Stellvertretend kann man ihn zitieren: Christian Baron ist ein "Gutster"."
ORF (FM4)