. Christian Baron

 

Christian Baron

wurde 1985 in Kaiserslautern geboren und lebt heute als freier Autor und Journalist in Berlin. Foto: Andreas Schmidt


Erschienen im Frühjahr 2021



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Was bedeutet es, in einem reichen Land in Armut aufzuwachsen? Zur „Unterschicht“ zu gehören und dafür ausgelacht und ausgegrenzt zu werden? Sich von seinem Herkunftsmilieu zu entfernen, aber die eigenen Wurzeln nicht verraten zu wollen? Und dennoch im neuen Milieu nie wirklich anzukommen? Deutschland gibt sich gerne als ein Land, in dem Klasse unsichtbar ist. In dem die Chancen auf Bildung und Wohlstand für alle gleich sind. "Klasse und Kampf" räumt mit diesem Mythos auf. 14 Autorinnen und Autoren schreiben in persönlichen Essays über Herkunft und Scham, über Privilegien und strukturelle Diskriminierung, über den Aufstieg und das Unwohlsein im neuen Milieu. Zusammen ergeben ihre Stimmen ein vielschichtiges Manifest von großer politischer Kraft. Mit Beiträgen von Christian Baron, Martin Becker, Bov Bjerg, Arno Frank, Lucy Fricke, Kübra Gümüsay, Schorsch Kamerun, Pinar Karabulut, Clemens Meyer, Katja Oskamp, Sharon Dodua Otoo, Francis Seeck, Anke Stelling, Olivia Wenzel.




Pressestimmen

"Wie stark ist in Deutschland die Klassengesellschaft ausgeprägt? Mit literarischen Mitteln geben darauf 14 Autorinnen und Autoren sehr persönliche Antworten. Ihre auf eigenen Erfahrungen basierenden Erzählungen zeichnen eine Realität, die es nach allgemeiner Auffassung so eigentlich gar nicht geben dürfte und die viele nicht wahrhaben wollen."
F.A.Z. Quarterly


"Ein wahrer Glücksfall."

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung


"Da sind geniale, gut geschriebene, verzweifelte, empörte, aufwiegelnde Texte drin."

Der Spiegel


"216 Seiten, die so dicht sind, dass dieses Buch beim Lesen zu vibrieren scheint, weil immer wieder jähe Kurzschlüsse zwischen den Texten entstehen (...) Kernbegriffe der linken Theorie kommen in diesen Texten vor, ohne dass es jemals hölzern würde, stattdessen kondensiertes Leben."

Süddeutsche Zeitung


"Beim Lesen hat man das Gefühl, den Autorinnen und Autoren dabei zusehen zu können, wie sie für die Beschreibung ihrer Klassenherkunft und -zugehörigkeit in teils schmerzhafter Selbstbefragung eine Sprache finden. Es ist das Verdienst dieses Buches, dass sie dazu nicht "Das Kapital" von Marx heranziehen, sondern ihre eigenen Lebensgeschichten."

Deutschlandfunk (Andruck)


"Deshalb ist der nun von Christian Baron und der Ullstein-Lektorin Maria Barankow herausgegebene Sammelband "Klasse und Kampf" so unbedingt empfehlenswert: Indem er 14 erzählende Texte nebeneinanderstellt, die auf ganz unterschiedliche Art, jedoch jeweils mit einem erkennbaren autobiografischen Kern, Armut und Außenvorsein zum Thema haben, macht er die Probleme struktureller Diskriminierung unabweisbar, ohne sich in derartiger Terminologie zu verheddern."

Zeit Online


"Wie vielfältig die Zugänge zum Thema Klassismus und Rassismus sind, zeigen diese erzählenden, teils manifesthaften, immer politischen Texte (...). Die Anthologie unternimmt den Versuch, Bewusstsein für andere Töne und vor allem Themen zu wecken und zu zeigen: Es gibt auch jene, die nicht auf der sunny side of life aufgewachsen sind und gerade deshalb etwas zu sagen haben."

SWR 2 (Lesenswert)


"14 sprachkräftige, packende Geschichten, in denen eigenes Erleben der Autorinnen und Autoren künstlerisch verdichtet ist."

Neues Deutschland


"Maria Barankow und Christian Baron haben Geschichten gesammelt, die eindrucksvoll zeigen, wie sehr der Unterschied zwischen Arm und Reich das Leben in Deutschland prägt (...). Durch seine klaren Berichte ist das Buch geeignet als Geburtstagsgeschenk für Leute, die gegen alle Fakten etwas von Chancengleichheit erzählen."

Junge Welt


"Die Beiträge enthalten sich großspuriger Behauptungen, konzentrieren sich stattdessen auf die feinen und die nicht ganz so feinen Unterschiede, wie etwa den Umstand, dass viele Menschen schlicht nicht über die berufliche Sicherheit oder die finanziellen Reserven verfügen, die sie von Existenzängsten entbinden würden."

Falter


"Das Buch schafft vor allem Bewusstsein für die Existenz der Menschen, die im toten Winkel der Gesellschaft aufwachsen und verdeutlicht die Konsequenz dieser Lebensrealitäten, ohne dabei auf komplexe Begrifflichkeiten zurückgreifen zu müssen. “Klasse und Kampf“ ist ein modernes Manifest, das die unsichtbaren Klassenunterschiede im Kapitalismus sichtbar macht."

ORF (FM4)


"Ein aufwühlendes literarisches Manifest. Es zeigt, wie sehr an einem haftet, woher man kommt."

Die Rheinpfalz





Auszeichnungen


Klaus-Michael-Kühne-Preis 2020

Arbeitsstipendium Literatur, Rheinland-Pfalz 2020

Arbeitsstipendium Literatur, Berlin 2021

Literaturpreis "Aufstieg durch Bildung" 2021




Erschienen im Frühjahr 2020



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Christian Baron erzählt die Geschichte seiner Kindheit, seines prügelnden Vaters und seiner depressiven Mutter. Er beschreibt, was es bedeutet, in diesem reichen Land in Armut aufzuwachsen. Wie es sich anfühlt, als kleiner Junge männliche Gewalt zu erfahren. Was es heißt, als Jugendlicher zum Klassenflüchtling zu werden. Was von all den Erinnerungen bleibt. Und wie es ihm gelang, seinen eigenen Weg zu finden.




Pressestimmen

"Eines der besten literarischen Debüts dieser Saison. Überraschend, überzeugend, überwältigend."

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung


"Unsentimental und ohne zu moralisieren zeigt Christian Baron in seinem gut geschriebenen, oft auch amüsanten Buch, dass die sogenannten Abgehängten keine naturgegebene Kaste bilden, sondern Menschen sind wie du und ich, voller Sehnsucht und Ehrgeiz nach einem gelingenden Leben."
Deutschlandfunk Kultur


"Es ist in mehrerer Hinsicht ein ganz erstaunliches, großartiges Buch (...), das mit Wucht daherkommt."
Hessischer Rundfunk


"Schlicht beschreibend, ohne Zeigefinger und oft befreiend witzig."
Stern


"Das Buch ist eine doppelte Fluchtgeschichte, aus der Unterschicht und aus der Mittelstadt. Aber auch die Geschichte einer erzählenden Rückkehr."
Der Spiegel


"Ein ergreifend ehrliches und schmerzliches Buch."
Brigitte


"Es ist die große Kunst von "Ein Mann seiner Klasse", den darin geschilderten Menschen literarisch eine Würde zurückzugeben, die ihnen im Leben verwehrt war."
Neue Zürcher Zeitung am Sonntag


"Man möchte sich wünschen, dass das alles nur ein böser, finsterer Roman wäre. Dem Autor würde man das wünschen und unserer Gesellschaft auch."
Neue Zürcher Zeitung


"Tief ergreifend, zu Tränen rührend, zeitweise bis ins Mark erschütternd und ohne den Hauch von erzählerischer Distanz so nah und greifbar, dass man die tragischen Schicksalsschläge des Autors noch Tage, Wochen, vielleicht sogar Monate mit sich trägt."
Die Rheinpfalz


"Kein Westbuch. Kein Ostbuch. Sondern ein Buch, das hinter der parteipolitischen Realität Deutschlands dessen soziale Wirklichkeit zeigt. Ein Bericht über die Ausübung von gesellschaftlicher Gewalt, die von unten nach oben nicht aufhört, sondern die Formen wechselt. Schon jetzt eines der interessantesten Bücher mindestens dieses Frühjahrs."

Mitteldeutsche Zeitung


"Christian Baron erzählt einfühlsam von Menschen, die nie eine Chance hatten, deren Leben in Politik, Literatur oder Medien kaum vorkommt."
Westdeutscher Rundfunk


"Armut gibt es auch im reichen Deutschland. Aber kaum Schriftsteller, die so eindrücklich darüber schreiben wie Christian Baron."
Donna


"Die Prosa liest sich über weite Strecken wie die Zeugenaussage eines traumatisierten Kindes, das sich alle Mühe gibt, einer imaginären Jury gegenüber die Vorkommnisse aus Kaiserslautern wiederzugeben, dabei aber gleichzeitig allen Beteiligten gerecht zu werden und niemanden zu denunzieren."
Süddeutsche Zeitung


"Das Buch leistet etwas Wichtiges: Es macht mit literarischen Mitteln die Lebenserfahrungen und das Selbstverständnis von Menschen überhaupt erst sichtbar, die in den Medien allenfalls als Material in Reality-Shows verheizt werden."
Junge Welt


"Sprachlich genau und kraftvoll wird Erinnertes vor Augen geführt. Wie es wirklich war, es ist Christian Barons Seelenarbeit gewesen, sich das immer wieder zu vergegenwärtigen. Ohne Maske tritt er uns gegenüber und fordert solche Offenheit auch beim Lesen heraus."

Neues Deutschland


"Ein Mann seiner Klasse" kann so viel mehr als nur lauwarmes literarisches Milieu: Es geht um den kalten Hass auf die Väter, der keiner sein soll, es geht um die innige Liebe zu den Müttern, die nie ewig ist, es geht um Ohnmacht und Scham und Hoffnung und ums blanke Überleben (...). "Ein Mann seiner Klasse" ist einfach eine Klasse für sich."
WDR 3


"Nichts weniger als das Buch der Stunde: Dieses Buch ist kein Roman und keine Autobiografie, keine Reportage und kein Sachbuch. Nein, es enthält nichts weniger als das pralle, hässliche, unsagbar bittere und, ach, auch schrecklich schöne Leben. Es ist das wahre Leben, das Christian Baron in wahrhaftige Literatur verwandelt hat."
Rhein-Zeitung


"Ein fulminantes Debüt. Mit schonungslos ehrlichem und dennoch bedingungslos liebevollem Blick erzählt Christian Baron von seiner Arbeiterklassenkindheit."
SWR 2 ("Am Samstagnachmittag")


"Christian Baron hat es geschafft - und ein lesenswertes Buch über seine Herkunft geschrieben."
SWR 2 ("Lesenswert")


"Christian Baron setzt auf die Kraft der schonungslosen Offenheit. Die Wucht seiner Erzählung gibt ihm darin mit jeder Zeile recht."
Saarländischer Rundfunk


"Was Baron tut, auch für uns, den Leser und die Gesellschaft, ist, gedanklich zurückzukehren, alles nochmal zu durchleben, sich alles nochmal anzutun, um in uns die Empathie zu wecken: So etwas darf in einem reichen Land nicht sein."
Cicero


"Ein wichtiges Buch. Es zeigt eine Welt, die in der deutschen Literatur der letzten Jahrzehnte praktisch nicht mehr vorkam. Einen Mikrokosmos, in dem der Existenzkampf den Alltag bestimmt. Für Selbstbespiegelung bleibt da keine Zeit. Einem Menschen, dem vor Hunger der Magen knurrt, steht nicht der Sinn nach Psychoanalyse, sondern nach Fritten und Fleisch."
Trierischer Volksfreund


"Das Buch ist schön, traurig und zornig, und es zeigt, was an unserem Blick auf arme Menschen alles nicht stimmt."
Freie Presse


"Genau das, was Kunst sein sollte: wahr und wahrhaftig."
Radio Eins ("Die Literaturagenten")


"Die Literatur ist das richtige Mittel der Wahl, um Zwischentöne, Widersprüche und Ambivalenzen deutlich zu machen. Die muss man aushalten können, wenn man sich auf Barons Lebensspuren begibt."
Der Standard


"Baron ist eine grandiose Mischung aus literarischer Schönheit und politischer Analyse gelungen."
Szene Hamburg


"Was Autor*innen wie Annie Ernaux, Didier Eribon oder Edouard Louis in den vergangen Jahren und Jahrzehnten für Frankreich geschafft haben - einen literarischen Zugang zum Verständnis der Klassenfrage - gelingt Christian Baron nun für deutsche Verhältnisse. Lest dieses wichtige Buch!"
Kritisch Lesen


"Es ist kein Heldenepos geworden. Wohl aber ein Bericht aus einem Segment der Wirklichkeit, die die Literatur der Bestenlisten ausspart. Und sage da keiner, dieses Segment könne bedenkenlos vernachlässigt werden."
Kultur Extra


"In seinen stärksten Momenten vermittelt Barons Bericht, unter welchem Druck Arbeiter/innen stehen. Zum Beispiel unter dem Druck, nicht abzusteigen."
Konkret


"Genau das ist das Verdienst: dass Baron die lange vergessene Klassenfrage wieder zurück in das öffentliche Bewusstsein rückt und dabei ganz ohne Resignation oder Hass auskommt."
Postmondaen.net


"Baron beschreibt seine Kindheit in Kaiserslautern, seine Eltern, Geschwister, seine Tanten und Onkel und die Verhältnisse, in denen sie leben, arbeiten, sich streiten. Mit schmerzhaftem Vorschlaghammer erzählt er vom Leben ganz "unten", zugleich sanft in der Sprache und ohne Urteil über die Protagonisten, die seine eigene Familie sind."
Jacobin


"Mit seiner Erzählung gibt er all denen eine Stimme, deren Träume nie verwirklicht werden, für die sich das Aufstiegsversprechen des Kapitalismus nicht erfüllt. Er lässt sie ungeschönt zu Wort kommen, zeigt ihre enttäuschten Hoffnungen, ihre Liebe, ihren Hass, ihre Solidarität und ihren Rassismus, ohne zu verurteilen. So stärkt die berührende Erzählung die Fähigkeit des Lesers, Widersprüche auszuhalten."
Das Argument


"Was man aus diesem Buch erfährt: dass die soziale Herkunft nach wie vor extrem über den weiteren Werdegang eines Kindes bestimmt (...). Ohne es direkt auszusprechen, weist das Buch auf dieses große Missverhältnis in unserer Gesellschaft hin."
Bayern 2 ("Diwan")


"Die Stärke des Romans liegt vor allem darin, dass der Autor nicht lediglich eine individuelle Leidensgeschichte präsentiert, die womöglich voyeuristische Interessen bedient. Vielmehr geht es ihm um die titelgebende Klasse, um gesellschaftliche Verhältnisse und die ihnen inhärente Ungerechtigkeit. Gerade deshalb ist dieses Buch so wichtig."
Goethe-Institut


"Ein aufrüttelndes Buch, das die Bedingungen des Aufwachsens in einfacher, aber prägnanter Weise stellvertretend für Viele erzählt."
Literaturkritik.de


"Im Unterscheid zu anderen Kindheitsrecherchen wie Florian Illies "Generation Golf" oder der literarischen Großuntersuchung von Andreas Maier geht es bei Baron nicht um bürgerliche, sondern um bildungsferne, subproletarische Verhältnisse, wie sie eben auch Teil der bundesdeutschen Wirklichkeit sind."
RBB Kultur ("Lesestoff")


"Ausgesprochen zu haben, woher er kommt und dass er letztendlich dankbar dafür ist, selber überlebt zu haben und jetzt weitgehend hoffnungsvoll lebt, das tat Baron sicher gut. Und dem geneigten Leser, männlichen Geschlechts zumal, der Ähnlichkeiten mit der eigenen Herkunft erkennt, tut dies auch gut. Vor allem deshalb, weil die Welt nicht schwarz oder weiß sein muss, sondern zwischen allen Farben mit Licht und Schatten changieren darf."
Kirchliche Arbeitsstelle für Männerseelsorge


"Wie man es auch hält, es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass dieser Debüt-Roman erleichternd, befreiend, erlösend daherkommt. Er gleicht einem endlich geplatzten Knoten."
Lesering


"Baron beschreibt - einfach und eindrucksvoll. Das macht das Buch so lesenswert."
Vorwärts


"Es ist die Geschichte von einem, der allen Widrigkeiten zum Trotz seinen Weg macht. Unsentimental, erhellend, gut!"
Feiste Bücher


"Stolz ist ein aristokratischer Zug, in unserer Zeit bloß Donquichotterie, aber entbehrt nicht der Größe. Indem Christian Baron seinem Vater gerade diese Tugend attestiert, setzt er die Bürger ins Unrecht, die das Proletariat verachten oder bemitleiden."
Saarbrücker Hefte


"Dieses Buch berührt, ergreift und macht wütend auf eine Welt, deren Reichtum und deren Versprechungen für die Arbeiter*innenklasse nur ein Abbild auf dem Fernsehbildschirm bleibt."
Aurora - Zeitung für revolutionäre Perspektiven


"Die Mutter wäre wohl vom Buch beeindruckt gewesen. Ob der Vater ihn gelobt hätte, bleibt fraglich. Stellvertretend kann man ihn zitieren: Christian Baron ist ein "Gutster"."
ORF (FM4)